Freitag, 20. Januar 2012

Mach's gut Opa

Bei mir hat sich eine kleine Stille eingeschlichen.
Am 9.1. ist mein Opa gestorben. Schnell ist es zum Schluss gegangen. Aber für ihn war das auch viel besser so.
Als hätte ich es geahnt, waren wir nur ein paar Stunden zuvor bei ihm im Krankenhaus. Ich konnte mich also verabschieden. Dafür bin ich sehr dankbar. Kaum waren wir wieder zu Hause angekommen, kam der Anruf von meiner Schwester. Wenigstens war er nicht allein - alle verfügbaren Familienmitglieder waren dabei.
Vergangene Woche dann der ganze leidige Beerdigungskram. Ich bin kein Fan von Beerdigungen, sie sind immer wie ein letzter großer Kraftakt - eine religiöse Verpflichtung, die mir persönlich die Trauer nicht leichter macht. Letztendlich mache ich meinen Freiden mit mir selbt, im Stillen.
Auf dem Foto seht ihr ein Holzemblem, das mein Opa selbst geschnitzt hat. Ich habe es schon eine ganze Weile, aber jetzt wird es an einem schönen sonnigen Plätzchen in der Wohnung einen Ehrenplatz finden ...
Es bleibt die Erinnerung: an Milkyway und Limonade mit Strohhalm, an die besten Grillwürstchen und die besten Kartoffeln, an Vogelstimmen und Tierspuren, an Wilhelm Busch, falsche Zähne und seine große Vorliebe für Nudeln mit Maggi und Parmesan.

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